DIE BAYERISCHE BÜRGERENERGIE

WIR BÜNDELN DIE GEMEINSAMEN WIRTSCHAFTLICHEN UND POLITISCHEN INTERESSEN
DER BAYERISCHEN ENERGIEWIRTSCHAFT IN BÜRGERHAND

Dazu gehören rund 250 bayerische Bürgerenergiegenossenschaften (circa ein viertel aller deutschen BEGs) aber auch Gemeinde- und Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, und alle anderen Gesellschaften die regenerative Bürgerenergieanlagen betreiben.
Hier unsere Satzung zum Download.

News

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Mit dem dritten Bayerischen Bürgerenergie Gipfel 2016 lädt am Sonntag, den 09.10.2016,
die Landesvereinigung Bayerische Bürgerenergie e.V. zum "Meet and Greet" der bayerischen Energiewirtschaft in Bürgerhand, alle Bürgerenergie-Aktiven aus ganz Bayern nach Pfaffenhofen ein.

Nach einem Workshop zu rechtlichen und technischen Neuerungen der Bürgerenergie diskutieren abends ab 19 Uhr Energie-Politker und Energiefachleute auf dem Podium über die Zukunft der Bürgerenergie. Hierzu ist die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen.

Als prominenter Redner mit einem Impulsreferat zur Energiewende wird dazu um 19:30 Uhr der Energiereferent des Bund Naturschutz Bayern, Dr. Herbert Barthel erwartet.

Vom Windrad ins Bügeleisen mit Bavariastrom
Zwischen den Vorträgen präsentieren die bayerischen Genossen den
einzigen bayernweiten Stromtarif, der es ermöglicht Ökostrom von unabhängigen bayerischen Bürgerkraftwerken direkt zum Kunden zu bringen.

Zur Podiumsdiskussion haben sich neben Bürgerenergievertretern, Bundes- und Landespolitiker aller Parteien angemeldet. Mit dabei sind Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, Eva Bulling-Schröter, Energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, MdB (Linke), Anton Kreitmair , Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz, MdL (CSU), Bezirkspräsident Bayerischer Bauern Verband, Oliver Eifertinger, Kanzlei Becker-Büttner-Held und Herbert Barthel, Bund Naturschutz Bayern.

Ablauf:

17:00 Uhr
Einlass und Gelegenheit zum Abendessen

Workshop für Energieaktive - Eintritt frei!

Das neue EEG 2017:
Bürgerenergie versus Konzerne!
Wie funktionieren die Ausschreibungen?
Was bringen die Ausnahmeregeln für Bürgerenergiegesellschaften?
Oliver Eifertinger, Kanzlei Becker-Büttner-Held

19:30 Uhr
Keynote:
„Ist die Energiewende noch zu retten?”
Herbert Barthel, Bund Naturschutz Bayern

Feature:
Bavariastrom - Freiheit aus der Steckdose
Der bayerische Bürgerenergie-Regionalstromtarif
Bürgerenergie Bayern e.V.

20:00
Politische Podiumsdiskussion: „Ist die Energiewende noch zu retten?“

mit
Eike Hallitzky,
Landesvorsitzender der bayerischen Grünen
Eva Bulling-Schröter,
Energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, MdB (Linke)
Anton Kreitmair,
MdL (CSU) und Bezirkspräsident Bayerischer Bauern Verband
Herbert Barthel,
Energiereferent des Bund Naturschutz Bayern
Oliver Eifertinger,
Kanzlei Becker-Büttner-Held
Thorsten Glauber, (NN)
Energiepolitischer Sprecher, MdL (FW)

Moderation:
Markus Käser, Bürgerenergie Bayern e.V.

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An der Spitze der Landesvereinigung der bayerischen Bürgerenergiegesellschaften bleibt alles beim Alten: Der Pfaffenhofener Markus Käser (40 Jahre) wurde bei der gestrigen Jahreshauptversammlung in Nürnberg einstimmig als Vorsitzender für weitere zwei Jahre bestätigt.

Käser sprach bei seiner Antrittsrede von einer politisch künstlich herbeigeführten “Krisenzeit” für die dezentrale Energiewende in Bürgerhand und unterstrich somit die Notwendigkeit des bayernweiten Zusammenschlusses: “Ich freue mich auf zwei weitere Jahre Einsatz für verbrauchsnahe und saubere Energieproduktion in Bürgerhand. Und auch wenn in München und Berlin derzeit alles getan wird, um regionale Wertschöpfung zu verhindern und den Konzernen alles in die Hände zu spielen, wir lassen uns nicht unterkriegen. Es hängt nicht 100 Jahre auf eine Seite!”

“Landes- und Bundesregierung sind dabei, die Bürger als Partner für die Energiewende zu verlieren. Durch die aktuelle Gesetzgebung wird Bürgern und unseren Kommunen der Gestaltungsspielraum regelrecht aus den Händen gerissen! Die europaweiten Ausschreibungen, wie sie von der Koalition derzeit geplant sind, sind der Sargnagel für den dezentralen Ausbau und die regionale Wertschöpfung von erneuerbarer Energieproduktion in unseren Gemeinden! Den Verantwortlichen in der bayerischen Staatskanzlei und im Bundeswirtschaftsministerium ist es scheinbar lieber, dass Erträge aus der regionalen Energieproduktion in die Yachten von Konzernvorständen fließen, anstatt in unsere kommunalen Einrichtungen”, so Käser weiter.

“Jetzt erst recht! Die bayerischen Genossenschaften werden jedenfalls den Kopf nicht in den Sand stecken. Energie soll schließlich dort erzeugt werden, wo sie auch verbraucht wird! Wir werden uns weiter mit aller Kraft für die Umsetzung einer sozial-gerechten, regionalen und dezentralen Energiewende in Bayern einsetzen”, bekräftigen alle Mitglieder des für die Periode 2016 / 2017 neu neugewählten BEBay-Vorstand.

Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden die beiden Stellvertreter Oliver Eifertinger (Kassier) und Dieter Emmerich. Auch für die weiteren Posten im Gesamtvorstand wurden die Mitglieder aus allen bayerischen Regierungsbezirken bestätigt: Katherina Habersbrunner für Oberbayern, Lisa Badum für Oberfranken, Thomas Pollakowski für Unterfranken, Fabian Schwinghammer für Niederbayern, Klaus Becker für Schwaben und
Joachim Scherrer für die Oberpfalz.

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe BEBay-Mitgliedsgesellschaften,

zur BEBay-Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes
am 05.06.2016 von 10:00 bis 12:30 in der Villa Leon am Philipp-Koerber-Weg 1 in 90439 Nürnberg, möchten wir Sie herzlich einladen.

Die Agenda ist nicht öffentlich und geht allen Mitgliedsgesellschaften per Post oder Mail zu.
Dauer: 10 Uhr bis 12.30 Uhr.

Anschließend um 14 Uhr:
Gründung eines genossenschaftlichen Prüfungsverbandes

Zur besseren Planung unserer Mitgliederversammlung bitte einfach hier Eure Gesellschaft und alle mitreisenden Personen ANMELDEN: http://goo.gl/forms/pzbuxVrj1C

Viele Grüße

Markus Käser
Vorstandsvorsitzender Bürgerenergie Bayern e.V.

P.S.:
Zu wählen sind:

a) alle Vorstände nach §26 BGB: Vorsitzender, zwei Stellvertreter, Schatzmeister
b) bis zu sieben weitere Vorstandsmitglieder (im Optimalfall aus jeden bay. Regierungsbezirk ein Vertreter)
c) Revisoren
d) Beirat (Beraterteam von Mitgliedern und Fördermitgliedern)

Im Anschluss zu unserer Mitgliederversammlung treffen sich, vorbehaltlich eines positiven Beschlusses der Mitgliederversammlung, alle Genossenschafts-Vertreter der Gründungsinitiative zur Vereinsgründung eines genossenschaftlichen Prüfungsverbandes.

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Das Landesnetzwerk Bürgerenergie Bayern e.V. hat am Wochenende in Kooperation mit Grünstromwerk von Naturstrom den ersten bayerischen Stromtarif gestartet,
der es ermöglicht Ökostrom von unabhängigen bayerischen Bürgerkraftwerken direkt zum Kunden zu bringen.

Der Clou: Ohne Umweg über die Strombörse, wird Strom direkt aus Windenergie- oder Photovoltaikanlagen der im Bürgerenergie Bayern e.V. zusammengeschlossenen Bürgerenergiegesellschaften an die Kunden geliefert werden. Bavariastrom ist dementsprechend exklusiv nur bei bayerischen Bürger-Energiegesellschaften jeweils vor Ort verfügbar.

“Wer Bavariastrom bezieht, unterzeichnet seine ganz persönliche Unabhängigkeitserklärung. Bavariastrom ist frei von staatlicher Förderung und frei von Atom- und Kohlekonzernen. Erzeugt nach unserem Reinheitsgebot mit der Energie aus Sonne, Wind und Wasser. Denn unser Ökostrom stammt garantiert aus Bayern und zu mindestens 25 Prozent direkt aus regionalen Photovoltaik- und Windenergieanlagen”, so Markus Käser, Vorstandsvorsitzender der BEBay. „Damit stärken wir die dezentrale Energiewende in Bayern und ganz konkret in den Gemeinden unserer Mitgliedsgenossenschaften. Regionaler geht es nicht.“

Das neue Ökostromprodukt ist ab sofort flächendeckend exklusiv über alle Mitgliedsgenossenschaften des Landesnetzwerkes Bürgerenergie Bayern e.V. verfügbar. Neben Ökostrom aus bayerischen Wasserkraftwerken ist geplant, möglichst viele eigene Photovoltaik-Anlagen oder Windräder der BEBay-Energiegesellschaften als Lieferkraftwerke einzusetzen. Dadurch wird die dezentrale Bürger-Energiewende offen für alle: für Genossenschaftsmitglieder, Anwohner von Bürger-Wind- und –Solarparks und nicht zuletzt auch für all jene Stromkunden, die nicht in eine eigene Solaranlage investieren oder sich an einer Genossenschaft beteiligen können.

„Mit dem gemeinsamen Produkt bieten wir eine transparente und glaubwürdige Alternative zur überwiegenden Mehrzahl der Ökostromtarife, die auf Herkunftsnachweisen für norwegischen Wasserkraftstrom basieren“, so Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG. Viele Versorger erwerben für ihre Ökostromtarife Herkunftsnachweise, die die Erzeugung von Ökostrom irgendwo in Europa bescheinigen. Mit diesen Nachweisen können sie ihren an der Strom¬börse gekauften Kohle- und Atomstrom in Grünstrom „umfärben“. Das ist höchst intransparent, der Umweltnutzen dieser Tarife tendiert zudem gegen null.

Die Partner präsentierten das gemeinsame Produkt am 18.Oktober 2015 im Rahmen des Bayerischen Bürgerenergiegipfels in Pfaffenhofen. „Die BEBay ist mit ihren über 20 Mitgliedsgenossenschaften aus ganz Bayern ein besonders schlagkräftiger Partner für die dezentrale Bürgerenergiewende“, freut sich Dr. Tim Meyer, Bereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei NATURSTROM. „Die Kooperation verfügt daher für beide Seiten über ein großes Potential.“

Die Abwicklung der energiewirtschaftlichen Dienstleistungen bis hin zum Kundenservice erfolgt über das Grünstromwerk, das NATURSTROM im Juli übernommen hatte. „Wir sind sehr froh, schon wenige Wochen nach der Integration von Grünstromwerk in die NATURSTROM AG eine neue Kooperation abzuschließen. Es wird deutlich, dass das Zusammengehen von Grünstromwerk und NATURSTROM der richtige Schritt zur richtigen Zeit war“, so Dr. Tim Meyer.

www.bavariastrom.de

Article bn bebay

"Wir begrüßen, dass nun eine Fortschreibung des Energieprogramms Bayern aus dem Jahr
2011 stattfindet. Wir sehen positiv, dass mit dem Energiedialog Bayern neue Formen der Kommunikation im
Wirtschaftsministerium Einzug halten. Das Wirtschaftsministerium sieht sich heute nicht mehr nur als
Ansprechpartner für die Bayerische Wirtschaft, sondern auch als Energieministerium und damit
Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Dies ist sicherlich ein
erster richtiger Schritt in Richtung Bürgerenergiewende, in Richtung dezentrale
Energiewende", so Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern.
"Dieses Energieprogramm hat zugleich schwerwiegende Mängel. Energiepolitik erfordert
Zahlen. Energieverbrauch und Energieverbrauchsreduktion müssen mit klaren Zahlen zur
elektrischen Energie in Milliarden Kilowattstunden heute und in 2025 beschrieben werden. Der Ausbau
der Erneuerbaren Energien muss klar definiert werden mit Zahlen zur Energie und zur installierten
elektrischen Leistung in Gigawattstunden, heute und in 2025. Relative Prozentzahlen mögen der
Veranschaulichung dienen, haben sicherlich eine wichtige pädagogische Funktion. Aber die
Energiepolitik in Bayern muss mit Fakten gesteuert und bewertet werden. Und hier verwirrt das neue
Programm mehr, als es denn erläutert", kritisiert Weiger.

"Die Bürgerenergie fühlt sich von der Bayerischen Staatsregierung im Stich gelassen.
Zwar gibt es in Bayern aufmunternde Worte zur Dezentralität der Energiewende. Aber in Berlin
unterstützt die Bayerische Staatsregierung die Aushöhlung des EEG und fordert die
Einführung bürokratischer Hürden wie Ausschreibungen. Die Bayerischen
Bürgerenergiegesellschaften und Energiegenossenschaften geben sich mit geringen Renditen
ihres Kapitaleinsatzes zufrieden. Sie sind damit wettbewerbsfähig im Preis und können zur
erfolgreichen Energiewende beitragen. Aber den Hürden der Bürokratie der Ausschreibungen
sind kleine Bürgerenergiegesellschaften nicht gewachsen. Das kann für die
Bürgerenergie das Ende bedeuten. Aus den Wirtschaftsministerien kommen verschiedenste
Aussagen, wie die "Akteursvielfalt" denn zu erhalten wäre. Widersprüchlich und
komplex. Unsere Forderung heute ist klar: wenn uns die Bayerische Staatsregierung tatsächlich
unterstützen will - dann sollte sie sich für uns in Berlin für die Aussetzung der
Ausschreibungen im EEG einsetzen, und die EEG-Umlage auf selbst produzierten und genutzten Strom
streichen", fordert Markus Käser, Vorsitzender von Bürgerenergie Bayern e.V.

"Bürgerenergie Bayern e.V." ist ein landesweiter Zusammenschluss der bayerischen
Bürgerenergiegesellschaften mit Sitz in Pfaffenhofen. Er bündelt die gemeinsamen
wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Interessen aller
Bürgerenergie-Akteure in Bayern. Dazu zählen in erster Linie rund 250 bayerische
Bürgerenergiegenossenschaften - rund ein Viertel der deutschen - und Stadtwerke, welche sich
mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, aber auch andere Gesellschaften, die dezentrale und
regenerative Bürgerenergieprojekte betreiben.

"Bayern wollte Vorreiter im Klimaschutz werden. Aber dieses Energieprogramm lässt uns
daran massiv zweifeln. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid
von 1990 bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren, also in 15 Jahre-Schritten zu je mindestens 20
Prozent. Wenn Bayern sich vornimmt in den 15 Jahren von 2010 bis 2025 den Primärenergieverbrauch um
10 Prozent zu reduzieren, dann müssen bis 2025 auch mindestens 10 Prozent der Energie in den
Sektoren Strom, Wärme und Verkehr aus Erneuerbaren Energien kommen. Globaler Klimaschutz mit
einem Ziel Erderwärmung kleiner 2 Grad Celsius erfordert eine pro Kopf-Emission von unter 2 Tonnen
Kohlendioxid pro Jahr. Eine Diskussion um 6,1 oder 5,5 Tonnen Kohlendioxid pro Kopf und Jahr, heute vor
der Klimakonferenz 2015 in Paris, verfehlt den Schutz des Klimas", kritisiert Dr. Herbert
Barthel, BUND Naturschutz in Bayern, Referent für Energie und Klimaschutz.

Aus Sicht des BUND Naturschutz erscheint eine Diskussion von Stromerzeugung neben der Diskussion von
Stromverbräuchen tatsächlich als sinnvoll. Was wird in Bayern an Energie verbraucht, wie
kann dieser Energieverbrauch reduziert werden und was wurde am Ende erreicht, oder nicht und warum? Was
wurde in Bayern an Wind- und Sonnenstrom produziert, und wie wurde der Zubau an Erneuerbaren Energien und
Kraftwärmekopplung vorangebracht und erhöht? Welche elektrische Leistung und
Wärmeleistung aus Biomasse steht in Bayern zur Verfügung? Wie kann der Anteil an Energie und
Leistung aus Abfällen und Reststoffen erhöht werden? Wie kann Biomasse zur
Versorgungssicherheit Strom beitragen? Fragen und Ziele, die mit klaren Zahlen in Terrawattstunden
und Gigawatt beschrieben werden müssen.

Aber wenn im März 2011 das AKW Isar 1 abgeschaltet wurde und im Juni 2015 das AKW Grafenrheinfeld
abgeschaltet wurde, dann sinkt erfreulicherweise die Stromerzeugung aus Atomenergie. Aber zugleich
steigt dann automatisch der Anteil der Stromproduktion in Bayern aus Erneuerbaren Energien - aber eben
leider ohne dass irgendwo neue Anlagen für Erneuerbare Energien installiert wurden. Dies ist ein
rein rechnerischer Effekt gemäß Dreisatz. Energiepolitik und Energiewende aber
erfordern technische und politische Angaben, was tatsächlich gemacht wurde und gemacht werden
solle. Aber solche unerlässlichen Angaben fehlen weitgehend im neuen Energieprogramm der
Staatsregierung.

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Der Bayerische Bürgerenergie Gipfel am 18. Oktober 2015 in Pfaffenhofen ( Stockerhof, Münchenerstraße 86, Pfaffenhofen an der Ilm) richtet sich an alle Akteure, Macher und Interessierten der Bürgerenergie in Bayern und findet im Rahmen des einwöchigen Energiekongresses "EFA 2015 - Energie für alle" statt.

“Auf gehts zum Meet and Greet der bayerischen Bürgerenergie”
Diskussion - Austausch - Vernetzung - Fortbildung: Treffen Sie sich und diskutieren Sie mit Ökostrom-Pionieren, Umweltjournalisten und vielen Gleichgesinnten der bayerischen Bürgerenergie-Szene.
Tauschen Sie sich in Dialogforen mit anderen Akteuren aus oder nehmen Sie an Fortbildungsseminaren mit unseren Experten rund um alle brandaktuellen Themen der Bürgerenergie teil.

Einzelanmeldung pro Gesellschaft regulär: 100.- Euro.
Für BEBay-Mitgliedsgesellschaften und Mitglieder des Energie- und Solarverein PAF ist die Teilnahme kostenlos!

Tagesablauf:

08:30 Uhr
Einlass (nichtöffentlich / nur für Mitglieder) / Gelegenheit zum Frühstücken

10:00 Uhr
Außerordentliche Mitgliederversammlung Bürgerenergie Bayern e.V.

11:30 Uhr Ende
Anschließend Vorstellung des Energiespardorfes durch einen Referenten des Bund Naturschutz Bayern.

12:00 (Einlass und Gelegenheit zum Mittagessen)
Seminare und Workshops für Bürgerenergie-Akteure

13:00 Uhr
Rechtsgespräch: “Zukunft Windkraft Bayern”

Aktuelle Grundlagen kommunaler Bauleitplanung in Bayern, neue Rechtslage 10-H,
Flächennutzungsplanung, Konsequenzen aus dem bayerischen Windkrafterlass
und den geplanten Ausschreibungen für Windkraft
Iris Meeßen, Rechtsanwältin für Bau- und Planungsrecht, Kanzlei Becker-Büttner-Held

14:00 Uhr
Erfolgsfaktoren und Erfahrungen Nah-Wärmenetze

Rahmenbedingungen für Nahwärmekonzepte - von der Wegenutzung über
Netzausbau - Anschlussfragen und bis hin zur Wärmelieferung
Julia Böswald, Rechtsanwältin, Kanzlei Becker-Büttner-Held

14:45 Uhr
EEG 2016: “Gewinner & Verlierer”

Ausschreibungen und Ihre Konsequenzen, Strommarktdesign der Zukunft
Matthias Albrecht, Rechtsanwalt für Energiewirtschaftsrecht, Kanzlei Becker-Büttner-Held,
Lisa Badum und Oliver Eifertinger, Bürgerenergie Bayern e.V.

15:45 Uhr
Kleinanlegergesetz - neue Finanzierungskonzepte

Welche innovativen Finanzierungsformen können nach Inkrafttreten der Verschärfung
noch ohne hohen Verwaltungsaufwand noch in Frage?
Dr. Philipp Bacher, Rechtsanwalt für Steuerrecht, Kanzlei Becker-Büttner-Held

16:30 Uhr
Neue Geschäftsmodelle für BEGs / Best Practice in Bayern

Thomas Pollakowski, Bürgerenergie Bayern e.V.

17:15 Uhr
Großspeicher im Niederspannungsnetz, Anwendung und Nutzen

Benjamin Kraft, VARTA Storage

18:00 Uhr
Vorstellung des Rahmenvertrages für BEBay-Regionalstrom und
Direktvermarktung

Dr. Tim Meyer, Grünstromwerk / Naturstrom AG
Markus Käser, Bürgerenergie Bayern e.V.

Ab 18.30
Eintritt frei / Öffentlicher Einlass und Gelegenheit zum Abendessen

19:00 Uhr
Globale Abkühlung
Hans-Josef Fell, Autor des EEG 2000, Präsident Energy Watch Group

anschl.
BAYERNPREMIERE:
Offizieller Start Bürgerenergie-Regionalstrom

anschl.
Impulsvortrag: Ethik der Energiewende
Anselm Bilgri, Leiter Akademie der Muse, Ex-Prior Kloster Andec hs

anschl.
Politische Podiumsdiskussion „Energie neu denken“

Dieter Janecek,
wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, MdB (Grüne)

Florian Post,
energiepolitischer Sprecher der Landesgruppe, MdB (SPD)

Eva Bulling-Schröter,
Energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, MdB (Linke)

Anton Kreitmair,
Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz, MdL (CSU)
und Bezirkspräsident Bayerischer Bauern Verband

Hans-Josef Fell,
Präsident Energy Watch Group

Thorsten Glauber,
Energiepolitischer Sprecher, MdL (FW)

Dr. Thomas Banning,
Vorstandsvorsitzender BBEn und Naturstrom AG

Moderation: Anselm Bilgri

anschl. Buchsignatur von Anselm Bilgri und Hans-Josef Fell

Infos und Anmeldung hier:
https://docs.google.com/forms/d/1cVh-zDKCx2DggjQI2fVe3XUbhM5wfGnVtEDNiUIy83k/viewform

Article eckpunkte

Bürgerenergie ist als zentrale Säule der Energiewende unverzichtbar. Fast jede zweite erneuerbare Kilowattstunde Strom ist in Deutschland Bürgerenergie. Ein Großteil davon wird durch Bürgerenergieanlagen erzeugt, die von Menschen vor Ort initiiert, überwiegend finanziert, gebaut und betrieben wurden bzw. werden.

Gerade diese schaffen Akzeptanz und Wertschöpfung vor Ort. Bürgerenergie stellt sicher, dass es weiterhin eine Vielzahl verschiedener Akteure im Stromsektor gibt, eine gesellschaftliche Teilhabe an der Energiewende möglich ist und durch diese Demokratisierung der Energieversorgung kein Rückfall in die Zeiten der Oligopolwirtschaft droht.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im August 2015 das Eckpunkte-Papier für die Förderung von Erneuerbare Energien durch Ausschreibungen veröffentlicht. Mit der Ausschreibung soll auch die Akteursvielfalt erhalten bleiben. Die wirtschaftliche Realität und bisherige erfolgreiche Entwicklung von Bürgerenergiegesellschaften werden in diesem Papier jedoch nicht berücksichtigt. Es wird ignoriert, dass durch Ausschreibungen zusätzliche Investitionsrisiken (Hohe Investition, ca. 300.000,- EUR je WEA, bis zur Baugenehmigung für Gutachten, verspätete Inbetriebnahme, unsichere Vergütung, Transaktionskosten, etc.) und bürokratischer Aufwand entstehen, die für kleinere Akteuren nicht geschultert werden können.

Marktanalysen und wissenschaftliche Studien haben aufgezeigt, dass Bürgerenergie deshalb in Ausschreibungen einen systematischen Wettbewerbsnachteil gegenüber Energiekonzernen und großen Projektentwicklern hat. Fazit ist, dass die Benachteiligung der Bürgerenergie durch Ausschreibungen dazu führt, dass nur noch sehr wenige, größere und erfahrene Bürgerenergiegesellschaften eine Chance haben, in einem Ausschreibungssystem erfolgreich zu sein und damit die Akteursvielfalt mitnichten erhalten werden kann.

Bürgerenergie Bayern e.V. fordert die Bundesregierung auf, die ab 2017 geplanten Ausschreibungsmodelle zur Ermittlung der Fördersätze nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu überarbeiten. Durch Ausnahmen von kleinen Bürgerenergie-projekten bei Windenergieanlagen an Land und Photovoltaikanlagen kann die Akteursvielfalt gewahrt und die Akzeptanz für den Ausbau Erneuerbarer Energien erhalten bleiben.

Hierzu können die neuen Beihilfeleitlinien für Energie und Umwelt der Europäischen Kommission genutzt werden, die explizit ein Abweichen vom Ausschreibungsprinzip für kleinere Projekte vorsehen.

Regionale Verteilung sicherstellen!
Die regionale Verteilung (Nord-Süd-Deutschland) der Windprojekte muss durch einen Regionalschlüssel festgeschrieben werden. Die Bürgerenergie Bayern e.V fordert, wie die Klimaschutz- und EnergieministerInnen aus den Bundesländern Länder Hessen, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen einen regionalen Schlüssel für die Ausschreibungskorridore von 40% in Norddeutschland, 40% in Süddeutschland und 20% Bundesweit. Damit kann eine faire und dezentrale Verteilung der Windprojekte geregelt werden. Die bisher erfolgreiche Energiewende wird so weiterhin von der gesamten Gesellschaft getragen werden können.

Referenzertrag für windschwächeres Binnenland festlegen!
Die Energiewende ist eine Aufgabe für die gesamte Bevölkerung. Eine Verspargelung der Landschaft ist nicht gewollt, eine Konzentration der Windenergieprojekte nur in sehr windreichen Gebieten oder im windreicheren Norden ist nicht im Entwicklungsausbau der Erneuerbaren Energien vorgesehen. Die Bürgerenergie Bayern e.V fordert daher die Festlegung eines Referenzertrag-Modells das auch im windschwächeren Binnenland den wirtschaftlichen Betrieb von Windenergieanlagen ermöglicht.

Keine zusätzlichen Risiken!
In der Projektentwicklungsphase eines Windparks laufen bereits mit dem aktuell gültigen EEG 2014 erhebliche Kosten auf, die bei nicht Erhalt der Baugenehmigung oder bei nicht Berücksichtigung in dem Ausschreibungsverfahren, einfach verfallen.
Aktuell sehen die Vorschläge für das neue EEG 2016 mit dem Paragraphen §24 noch ein weiteres erhebliches Risiko für die Betreiber vor. Darin soll festgelegt werden: Anlagen dürfen ohne Entschädigung vom Netz genommen werden, wenn es an den Spotmärkten länger als sechs Stunden negative Strompreise gibt. Die letzten Jahre haben gezeigt dass diese negativen Preisphasen deutlich zunehmen. Betroffen davon wären auch Windenergieanlagen, die ab 2017 durch Ausschreibungen einen festen Preis je Kilowattstunde über 20 Jahre erhalten. Welche Preise oder Stromeinnahmen tatsächlich in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Windenergieanlagen eingestellt werden, ist mit §24 insofern schwer abzuschätzen. Was am Ende also tatsächlich an Wirtschaftlichkeit eines Windparks übrig bleibt, kann derzeit noch niemand erahnen. Dieses Risiko wird also in die Finanzierung eines Projekts eingerechnet und dadurch werden die Kosten für den erzeugten Windstrom nicht sinken. Die Bürgerenergie Bayern e.V fordert daher diesen Paragraphen §24 aus dem EEG 2016 zu streichen.

Unsere Stellungnahme zum Download:
http://www.buergerenergie-bayern.org/system/media/3/medium/document/15/anschreibengabrielausschreibungenstellungnahmeFINAL.pdf

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Ziffer 8.3.4 |Erdbebenmessstationen
Der Entwurf des überarbeiteten Windenergieerlasses legt aufgrund nicht näher bezeichneter „wissenschaftlicher Studien“ und den daraus entnommenen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen ohne erkennbare weitere Überprüfung willkürliche Abstandskriterien für Windenergieanlagen fest.
Dieser Ansatz hatte in jüngster Zeit einen ablehnenden Genehmigungsbescheid für ein Windvorhaben im Landkreis Eichstätt zur Folge, was derzeit Gegenstand eines noch nicht abgeschlossenen Gerichtsverfahrens ist. Dies zeigt, dass ein generelles Abstandsgebot der Sache nicht gerecht wird.

Insbesondere die Tatsache, dass unterschiedliche Anlagentypen auch unterschiedliche Schwingungen auslösen, die sich dann über das ebenfalls sehr unterschiedlich strukturierte Erdreich unterschiedlich ausbreiten, zeigt, dass eine Einzelfallprüfung unbedingt geboten ist. Darüber hinaus sind auch bauliche Vorkehrungen zur Verminderung der Schwingungsausbreitung denkbar, ebenso wie konkrete Vermessungen, um die zu erwartende Beeinträchtigung zu berechnen und zu minimieren.

Gänzlich vermisst wird in diesem Zusammenhang die Definition eines für die jeweilige Messstation im Einzelnen oder das Messsystem im Ganzen erträglichen Grenzwert für Beeinträchtigungen. Jedenfalls besteht für den Betreiber einer solchen Messstation auch ohne Windkraft die Pflicht zur technischen Weiterentwicklung der Messstationen oder ihrer Auswertungsmethoden, um dauerhaft deren Funktion zu erhalten. Dies insbesondere vor dem Hintergrund einer immer dichter werdenden Raumnutzung auch durch andere technische Anlagen.

Vorschlag: Analog zur Behandlung von DWD-Messstationen oder Luftsicherungsanlagen müssen daher auch Erdbebenmessstationen einer Einzelfallprüfung zugänglich gemacht werden. Es sollte daher von einem „Interessensbereich“ und nicht von einem „Tabubereich“ gesprochen werden. Die tatsächlichen Gegebenheiten sind dann im Rahmen des vorhabenspezifischen Genehmigungsverfahrens zu bearbeiten.

Anlage 6 | Hinweise zur Erfassungsmethode Vögel
Grundsätzlich bedarf es auch nach Inkrafttreten des neuen Windenergieerlasses unbedingt einer Übergangsregelung für bereits nach Winderlass 2011 durchgeführte Erhebungen. Da diese Erhebungen Grundlage für die abschließende Projektgestaltung (Detailstandortfestlegung) sind, darf nicht der Umstand eintreten, dass während der letzten Vorbereitungen zur Antragstellung ein neuer Winderlass in Kraft tritt, der neue Erhebungsmethoden erfordert. Dies gilt insbesondere auch deswegen, da durch die 10xH-Regelung ein weiterer Zwischenschritt vor der eigentlichen Antragstellung in Form eines Bebauungsplans mit entsprechender Erstellungsdauer eingeführt wurde. Denn auch dieser kann ohne vorgeschaltete Erhebung nach Methodik des derzeit gültigen Winderlasses nicht sicher auf das Projekt abgestimmt werden.

Vorschlag: Für Vorhaben, die vor Inkrafttreten des neuen Winderlasses gemäß Methode des derzeit gültigen Winderlasses kartiert wurden, gelten weiterhin die dies betreffenden Regelungen des derzeit gültigen Winderlasses. Dies gilt auch, wenn der neue Winderlass erst während eines neuen Kartierzeitraums (März bis August) in Kraft tritt.

Methodik:
Nach dem vorliegenden Entwurf sollen Fixpunkte ausgewählt werden, die nicht nur den Blick auf bekannte sondern auch potentielle Neststandorte erlaubt. Dies erhöht den Untersuchungsumfang bei Berücksichtigung aller relevanten Vogelarten exorbitant und kommt einer Untersuchung ins Blaue hinein sehr nahe.
Vorschlag: Beschränkung auf bekannte Neststandorte

Im Vergleich zum derzeit gültigen Winderlass ist die Unterteilung der Flugbewegungen in Höhenstufen entfallen, obwohl der Aufenthalt in den jeweiligen Höhenstufen einen großen Wert für die Beurteilung des Tötungsrisikos hat.
Vorschlag: Wieder aufnehmen. Außerdem sollte „Umfeld“ näher definiert werden.

Im vorliegenden Entwurf des neuen Winderlasses verdoppelt sich die Untersuchungsdauer pro Tag von 3 auf 6 Stunden. Zudem kann erfahrungsgemäß in der Regel davon ausgegangen werden, dass es nur selten bei 18 Untersuchungstagen bleiben wird, da lieber „auf Nummer sicher“ gegangen wird und somit 25 Untersuchungstage zu erwarten sind. Da darüber hinaus nur beste Rahmenbedingungen für die jeweiligen Vogelarten zur Beobachtung genutzt werden sollen, muss zudem ein extremer Logistikaufwand zur Koordination geeigneter Kartierer getrieben werden. Der extreme Untersuchungsumfang wird zudem dazu führen, dass keine qualitativ hochwertigen Kartierer mehr zur Verfügung stehen und auch auf weniger qualifizierte Kartierer zurückgegriffen werden muss. Ob dies der Sache dient ist fraglich. Dies alles führt zu der Frage, ob diese extreme Erhöhung des Aufwandes wirklich zu einem relevanten Informationszuwachs im Vergleich zur bisherigen Erhebungsmethodik führt.

Vorschlag: Rücknahme des Erfassungsumfangs auf die Methode des bisherigen Winderlasses. Ausnahme: Schwarzstorch aufgrund der längeren Fütterungsperioden und Uhu aufgrund der schwereren Erfassung. Hierfür kann eine Erweiterung des Minimaluntersuchungsumfangs mittels Scopingtermin und Protokoll vereinbart werden.

Über die eigentlichen Raumnutzungserfassungen hinaus sollen nun auch weitere Untersuchungen zur Erfassung von Rastplätzen sowie sommerlichen oder herbstlichen Schlafplätzen durchgeführt werden. Diese sollte bereits durch die „normale“ Beobachtung des Anlagenumfelds insoweit abgedeckt sein, wie sie für die Beurteilung des Vorhabens notwendig ist. Die Erfassung „nur der Vollständigkeit halber“ ist also nicht angezeigt. Vorschlag: Streichung.

Auswertung:
Hier fehlt die im Vergleich zum derzeitigen Winderlass die Auswertung der Höhenstufen. Vorschlag: wieder aufnehmen (s. o.)

Kontakt: Oliver Eifertinger
oliver.eifertinger@be-bay.de

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Das Landesnetzwerk Bürgerenergie Bayern e.V. (BEBay) wird in Kooperation mit dem Öko-Energieversorger NATURSTROM bayernweit Regionalstrom anbieten, der zu 100 Prozent aus Öko-Kraftwerken in Bayern stammt.
Der Clou: Anteilig soll Strom direkt aus Windenergie- oder Photovoltaikanlagen der im Bürgerenergie Bayern e.V. zusammengeschlossenen Bürgerenergie¬gesellschaften an die Kunden geliefert werden.

„Unser Ökostrom wird garantiert aus Bayern und zu mindestens 25 Prozent direkt aus regionalen Photovoltaik- und Windenergieanlagen stammen“, so Markus Käser, Vorstandsvorsitzender der BEBay. „Damit stärken wir die dezentrale Energiewende in Bayern und ganz konkret in den Gemeinden unserer Mitgliedsgenossenschaften. Regionaler geht es nicht.“ Zudem erschließen sich die BEBay-Mitgliedsgenossenschaften mit der Ökostromvermarktung an Genossenschaftsmitglieder und andere Endkunden ein weiteres, ergänzendes Geschäftsfeld neben dem Betrieb ihrer Öko-Kraftwerke. „Wir werden das Produkt preislich attraktiv gestalten, so dass es in vielen Fällen günstiger sein wird als der lokale Standardtarif“, ergänzt Käser.

Das neue Ökostromprodukt wird noch dieses Jahr flächendeckend exklusiv über alle Mitglieds¬genossenschaften des Landesnetzwerkes Bürgerenergie Bayern e.V. angeboten werden. Neben Ökostrom aus bayerischen Wasserkraftwerken ist geplant, möglichst viele eigene Photovoltaik-Anlagen oder Windräder der BEBay-Energiegesellschaften als Lieferkraftwerke einzusetzen. Dadurch wird die dezentrale Bürger-Energiewende offen für alle: für Genossenschaftsmitglieder, Anwohner von Bürger-Wind- und –Solarparks und nicht zuletzt auch für all jene Stromkunden, die nicht in eine eigene Solaranlage investieren oder sich an einer Genossenschaft beteiligen können.
„Mit dem gemeinsamen Produkt bieten wir eine transparente und glaubwürdige Alternative zur überwiegenden Mehrzahl der Ökostromtarife, die auf Herkunftsnachweisen für norwegischen Wasserkraftstrom basieren“, so Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG. Viele Versorger erwerben für ihre Ökostromtarife Herkunftsnachweise, die die Erzeugung von Ökostrom irgendwo in Europa bescheinigen. Mit diesen Nachweisen können sie ihren an der Strom¬börse gekauften Kohle- und Atomstrom in Grünstrom „umfärben“. Das ist höchst intransparent, der Umweltnutzen dieser Tarife tendiert zudem gegen null.

Die Partner präsentieren das gemeinsame Produkt am 18.Oktober 2015 im Rahmen des Bayerischen Bürgerenergiegipfels in Pfaffenhofen. „Die BEBay ist mit ihren über 20 Mitgliedsgenossenschaften aus ganz Bayern ein besonders schlagkräftiger Partner für die dezentrale Bürgerenergiewende“, freut sich Dr. Tim Meyer, Bereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei NATURSTROM. „Die Koopera¬tion verfügt daher für beide Seiten über ein großes Potential.“

Die Abwicklung der energiewirtschaftlichen Dienstleistungen bis hin zum Kundenservice erfolgt über das Grünstromwerk, das NATURSTROM im Juli übernommen hatte. „Wir sind sehr froh, schon wenige Wochen nach der Integration von Grünstromwerk in die NATURSTROM AG eine neue Kooperation abzuschließen. Es wird deutlich, dass das Zusammengehen von Grünstromwerk und NATURSTROM der richtige Schritt zur richtigen Zeit war“, so Dr. Tim Meyer. Im Zuge der Übernahme des auf Regional- und Mieterstrom spezialisierten Start-Ups Grünstromwerk hatte NATURSTROM angekündigt, die Entwicklung neuer Stromprodukte mit lokalem Fokus künftig auszubauen. Die Kooperation mit der BEBay ist in diesem Kontext ein erster, wichtiger Schritt.


Über NATURSTROM
Die NATURSTROM AG wurde 1998 mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Das Unternehmen ist an 13 Standorten aktiv, neben Düsseldorf vor allem in Forchheim, Oberfranken. NATURSTROM gehört zu den führenden unabhängigen Anbietern von Strom und Gas aus Erneuerbaren Energien und versorgt bundesweit mehr als 242.000 Haushalte, Institutionen und Gewerbekunden mit naturstrom sowie mehr als 13.000 mit naturstrom biogas. Neben der Belieferung mit Energie aus regenerativen Quellen setzt NATURSTROM auf den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien – mehr als 250 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von NATURSTROM bereits ans Netz gegangen. Aufgrund ihrer Vorreiterrolle bei der Systemintegration Erneuerbarer Energien im Ökostromhandel erhielt die NATURSTROM AG den Europäischen Solarpreis 2013. Unter der Marke Grünstromwerk bündelt NATURSTROM Ökostromtarife mit besonderem lokalem Bezug, wie etwa Regionalstrom oder Mieterstrom.

Über Bürgerenergie Bayern e.V. (BEBay)
Der „Bürgerenergie Bayern e.V.“ ist ein landesweiter Zusammenschluss der bayerischen Bürgerenergiegesellschaften mit Sitz in Pfaffenhofen. Er bündelt die gemeinsamen wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Interessen aller Bürgerenergie-Akteure. Dazu zählen in erster Linie rund 250 bayerische Bürgerenergiegenossenschaften – rund ein Viertel aller deutschen – und Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, aber auch andere Gesellschaften, die dezentrale und regenerative Bürgerenergieprojekte betreiben. www.buergerenergie-bayern.org

Article bild eckpunktepapier ausschreibungen erneuerbare energie

Die Eckpunkte des künftigen Ausschreibungsdesigns stellen nur einen Zwischenstand dar. Die Eckpunkte reflektieren damit die Ergebnisse zahlreicher Workshops, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu den verschiedenen Aspekten der Ausschreibungen im vergangenen halben Jahr veranstaltet hat.

Zu diesem Vorschlag und den im Folgenden gestellten Fragen bittet das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie um Stellungnahmen bis zum 1. Oktober 2015 per Mail an: Ausschreibung-eeg@bmwi.bund.de.
Die Stellungnahmen werden ausgewertet und fließen in den Gesetzentwurf ein, den das Bundeswirtschaftsministerium auf Grundlage der Konsultationsergebnisse bis Ende des Jahres erarbeiten wird.

Folgender grober Zeitplan umreißt das geplante Gesetzgebungsverfahren:

bis 1. Oktober 2015
Konsultation der Eckpunkte des Ausschreibungsdesigns

Anschließend

Auswertung der Stellungnahmen
Erstellung eines Gesetzentwurfs zum Ausschreibungsdesign
(„EEG 2016“)

Januar 2016
Anhörung der Länder und Verbände zum Gesetzentwurf des EEG 2016

März 2016
Kabinettbeschluss zum EEG 2016

Sommer 2016
Beschluss des EEG 2016 durch Bundestag und Bundesrat;
Beihilferechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission bzgl. des Ausschreibungsgesetzes

Ab Ende 2016
Beginn der Ausschreibungsrunden (der konkrete Zeitpunkt kann sich von Technologie zu Technologie
unterscheiden)

Hier das Eckpunktepapier Ausschreibungen EE downloaden.

Article bueenbayern fb profilbild

Bürgerenergie Bayern e.V. arbeitet an einer kleinen Öko-Strom-Sensation:
Echter Öko-Regionalstrom direkt vom Erzeuger

Der Landesverband Bürgerenergie Bayern e.V. will Bayerns Haushalte direkt mit regionaler elektrischer Energie beliefern - also ohne den Umweg über die Leipziger Strombörse.

Konkret heißt das, dass bayerische Bürger demnächst Strom beziehen können, welcher zu 100% in Bayern und beispielsweise direkt von der PV-Anlage oder dem Windrad aus der Nachbarschaft erzeugt wird. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch den regionalen Ausbau erneuerbarer Energien und ist darüberhinaus ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber so manchem anderen "Ökostromhändler".

"Wir bieten eine echte Alternative zum sogenannten Strom-Greenwashing. Bürgerenergie-Strom ist günstig, garantiert aus Bayern und aus regionalen Anlagen, womit zudem direkt der Ausbau erneuerbarer Energie vor Ort gefördert wird. Regionaler gehts nicht!", so Markus Käser, Vorstandsvorsitzender der Bürgerenergie Bayern e.V..

Denn Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom und oftmals gar kein echter grüner Strom aus der Region oder gar aus Deutschland.

"Der überwiegende Anteil des als Ökostrom vermarkteten Stroms beruht auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen und stammt aus dem europäischen Ausland. Anbieter kaufen sich zum Teil einfach nur Zertifikate für Grünstrom aus Skandinavien oder sonst woher”, erklären Oliver Eifertinger, Energierechtsanwalt und Schatzmeister und Dieter Emmerich, stellvertretender Vorsitzender des Landesnetzwerkes.

Bis August soll das Gesamtpaket nun mit einem Dienstleister geschnürt werden, der für Bürgerenergieaktiven die energiewirtschaftlichen Dienstleistungen, das Bilanzkreismanagement, Rechnungsstellung inklusive Stromkennzeichnung, sowie den Zukauf von Fehlmengen bei Anlagenausfällen oder Unterproduktion der Anlagen übernimmt.

Den Auftrag für den Abschluss eines entsprechenden Rahmenvertrag gaben die Mitglieder des Landesnetzwerkes ihrem Vorstand im Rahmen der vergangenen Mitgliederversammlung nachdem dort auch Ergebnisse des vorhergehenden Anbieterscreenings und ein mögliches Konzept vorgestellt wurden.

Das Gemeinschaftsprodukt von Bürgerenergie Bayern e.V. und einem Stromversorger soll noch dieses Jahr bayernweit verfügbar sein und exklusiv nur bei BEBay-Mitgliedsgesellschaften jeweils vor Ort bestellt werden können.


Zu Bürgerenergie Bayern e.V.:
Der „Bürgerenergie Bayern e.V.“ ist ein landesweiter Zusammenschluss der bayerischen Bürgerenergiegesellschaften mit Sitz in Pfaffenhofen. Er bündelt die gemeinsamen
wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Interessen aller
Bürgerenergie-Akteure. Dazu zählen in erster Linie rund 250 bayerische
Bürgerenergiegenossenschaften – rund ein Viertel aller deutschen – und
Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, aber auch andere
Gesellschaften, die dezentrale und regenerative Bürgerenergieprojekte betreiben.
www.buergerenergie-bayern.org

Article bebay regionalstrom experten

Kürzlich informierte sich eine Expertengruppe der Landesvereinigung Bürgerenergie Bayern e.V. mittels eines Anbieterscreenings über mögliche Konzepte zur Regionalstrom-Vermarktung in Bayern. Ergebnisse und ein erstes Konzept soll am 18.05.2015 zur Mitgliederversammlung in Pfaffenhofen präsentiert werden.


Die Landesvereinigung Bürgerenergie Bayern e.V. vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen der bayerischen Energiewirtschaft in Bürgerhand. Dazu gehören rund 250 bayerische Bürgerenergiegenossenschaften aber auch Gemeinde- und Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, und alle anderen Gesellschaften die regenerative Bürgerenergieanlagen betreiben.

Viele dieser Bürgerenergie-Aktiven erschließen sich derzeit neue Geschäftsmodelle und möchten nun auch den Schritt vom Stromerzeuger vom Stromhändler wagen. Die Zukunft liegt dabei außerhalb der EEG-Förderung, also in der Direktvermarktung regional erzeugter Energie. Von den Mitgliedern wurde der BEBay-Vorstand daher beauftragt den Markt zu erkunden und Rahmenbedingungen für eine eigene Regionalstrommarke zu definieren.

“Bereits heute liegt über 50 Prozent der erneuerbaren Energieproduktion in Bürgerhand. Das heißt viele Privatleute, Landwirte und Bürgernenergie-Genossenschaften sind zu Produzenten von Ökostrom geworden. Unser Ziel ist nun, dass nicht nur die Anzahl der Anlagen weiter wächst, sondern, dass dieser vor Ort produzierte Strom auch regional bezogen werden kann”, so die BEBay-Vorstandschaft.

In diesem Sinne wurden verschiedene Dienstleister zu einer Vorstellung ihrer Konzepte vor einer BEBay-Expertengruppe eingeladen. Das Anbieterscreening fand auf “neutralem Boden” im bayerischen Wirtschaftsministerium statt, welches auf diese Weise die Aktivitäten der bayerischen Bürgerenergie unterstützt hat.

Mittels eines umfangreichen Kriterienkataloges wurden deshalb alle Anbieter auf “Herz und Nieren” geprüft. Fünf Anbieter, welche Genossenschaften und Anlagenbetreibern eine Vermarktungsoption und Vertriebsmöglichkeiten für ihre produzierte Energie anbieten, präsentierten anhand des Fragenkataloges jeweils 30 Minuten lang ihre Leistungen.

Zentrale Fragestellungen waren: Wieviele und welche Anlagen können seitens der Betreibergesellschaften eingebracht werden? Was ist der Mehrwert für die Mitglieder einer BEG? Welche Risiken sind zu beachten? Ist wirklich Regionalstrom drin, wo das Etikett draufsteht? Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die Arbeitsgruppe kam nach den Präsentationen zu dem Schluss, dass Regionalstrom grundsätzlich ein attraktives und lohnendes Geschäftsfeld sein kann, um die regionale Wertschöpfung vor Ort noch zu steigern. Vor allem in einem Punkt waren sich am Ende des Screenings aber alle Experten einig: Noch ist das Thema Regionalstrom-Vermartkung ein Feld für wenige Pioniere.

Grundsätzlich besteht laut Einschätzung aller Experten aber dennoch die Möglichkeit, dass bereits heute für ein Stromprodukt mit fluktuierenden Energien ein attraktiver Endkundenpreis gestaltet werden kann. Als Knackpunkt erwiesen sich dabei vor allem die derzeit möglichen Vertriebskonzepte und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Gespräche werden daher mit einigen ausgewählten Anbietern in einer zweiten Runde fortgeführt. Ein Ergebnis und ein mögliches Konzept soll bereits im Rahmen der kommenden Mitgliederversammlung am 18.05.2015 vorgestellt werden.

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe BEBay-Mitgliedsgesellschaften,
liebe Fördermitglieder,

zur BEBay-Mitgliederversammlung
am 18.05.2015 von 18:30 bis 21:00 im Stockerhof,
Münchenerstraße 86 in 85276 Pfaffenhofen an der Ilm

möchten wir Sie herzlich einladen.

Tagesordnung:
Beginn: 18:30 Uhr (vorher Seminar und Gelegenheit zum Abendessen)

Agenda ist nicht öffentlich und geht allen Mitgliedsgesellschaften per Post oder Mail zu.

Ende: 21:00

Zur besseren Planung unserer JHV bitte einfach Eure Gesellschaft und alle
mitreisenden Personen hier anmelden: www.goo.gl/ur2WPn
DANKE!

BG
Markus Käser

Veranstaltungshinweis:
Im Vorfeld unserer JHV veranstalten wir von 15:00 bis 17:50 Uhr in Kooperation mit C.A.R.M.E.N. e.V. das Fachgespräch „Erfolgreich planen für kommunale Bürgerwindkraft“.

Rechtsexperten, Politiker und Fachbüros erläutern die Rolle der Windkraft im Freistaat Bayern nach Gültigkeit von 10-H, das Best Practice Beispiel der Windkraftplanung im Lkr. Pfaffenhofen und den dortigen erfolgreichen Weg zum Windkraft-Flächennutzungsplan und nun folgenden Bebauungsplänen, sowie die Windkraft-Projektierung mit Bürgerbeteiligung durch Energiegenossenschaften.

Kosten für die Teilnahme am Fachgespräch:
Einzelanmeldung regulär 40,- inkl. USt. p.P.
Für BEBay-Mitgliedsgesellschaften: 30,- inkl. USt. p.P.
Zahlung auch am Eingang möglich!

Anmeldung und Infos unter www.carmen-ev.de/infothek/veranstaltungskalender

Article csreen newsletter 4

Das gemeinsame politische Wirken aller Kräfte der Bürger-Energiewirtschaft auf ihren unterschiedlichen Ebenen hat sich hinsichtlich der KAGB Problematik ausbezahlt!

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im März eine grundlegend geänderte Auslegung zur Einstufung von (Energie-)Genossenschaften nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) veröffentlicht, womit wesentliche Hürden für die Genossenschaften beseitigt worden sind.

Mit unserem BEBay-Newsletter April 2015 informieren wir Sie über die Hintergründe und Konsequenzen.
Des Weiteren möchten wir Sie wie immer über kommende Termine, Seminare und Aktivitäten unserer Mitglieder unterrichten.

Die aktuelle Ausgabe Nr. 4 gibts hier zum Download.

Article trasse windrad

Ob die Entscheidung im Sommer oder im Winter gefällt wird, ändert nichts daran, dass
Bayern offenbar unfähig oder zu feige ist, eigene Entscheidungen einzuhalten oder zu fällen und dazu nun die Verantwortung komplett nach Berlin abschieben möchte.

Aus unserer Sicht sind grundsätzlich Stromtrassen nicht unbedingt das Optimum.

Wir wissen aber auch dass in sieben Jahren, also bis zum Ausstieg aus der Kernenergie 2022 die rund 50 % durch Atomkraft erzeugte Energie in Bayern, nicht alleine durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann.

Also insofern ist ein gewisser verträglicher Netzausbau unter Umständen notwendig sein.

Viel wichtiger für die Energieaktiven in Bayern ist allerdings,
dass auch der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv vorangetrieben wird.

Und dazu brauchen unsere bayerischen Genossenschaften und kleinen und mittleren Stadtwerke Rahmenbedigungen die Lust machen auf neue Investitionen.

Im Moment ist eher das Gegenteil der Fall.
Bürgerenergie wird durch Maßnahmen wie Ausschreibungspflicht, das neue EEG, das Kapitalanlagegesetz und natürlich auch durch 10 H von Bund und Land gleichermaßen behindert und gegängelt.

Und das obwohl Seehofer 2011 Bayern zum Bürgerenergieland ausgerufen hat und Aigner erst kürzlich beim Energiedialog das Einhalten der bayerischen Ausbauziele versprochen hat.

Sicher ist dabei jedenfalls und ohne die Bürgerenergie wird die Energiewende auf keinen Fall funktionieren. Schon heute kommt jede zweite Kilowattstunde der Erneuerbaren Energien aus Bürgerhand.

Rund 1000 Euro pro Kopf werden derzeit fossile Energieträger nach Bayern importiert.
Das ist also über eine Milliarde Euro die jährlich in Bayern bleiben würden, wenn wir unsere Energiewertschöpfung vor Ort halten.

Und das ist das Ziel der bayerischen Genossenschaften und Energieaktiven! Und genau das sollte auch Ziel der bayerischen Wirtschaft sein.

Wertschöpfung vor Ort halten!

Article 20150121 184219

Das Landesnetzwerk Bürgerenergie Bayern e.V. (BEBay) entwickelt bayernweiten Bürgerenergievertrieb für Strom, Gas und Wärme aus regionaler Erzeugung - Konzeptvorstellung im Mai 2015

Eine Arbeitsgruppe des Landesnetzwerkes Bürgerenergie Bayern e.V. hat nun im Rahmen eines Arbeitstreffens die Eckpfeiler für die Erarbeitung eines eigenen bayernweiten Bürgerenergie-Vertriebes gesetzt.

“Gemeinsam sind wir der wirkliche Energieriese in Bayern. Fast jede zweite Kilowattstunde kommt aus Bürgerenergieanlagen. Alleine in Bayern produzieren rund 260 Energiegenossenschaften 50 % der erneuerbaren Energie. Bereits heute und noch viel mehr in Zukunft müssen private Anlagenbetreiber ihren Strom selbst vermarkten. Und genau da, wollen wir ansetzen. Strom aus Bayern für Bayern! Ohne Abhängigkeit von Großkonzernen. Ohne Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen! Wertschöpfung maximal vor Ort!”, so BEBay-Vorstandsvorsitzender Markus Käser.

Ziel sind regionale Energieprodukte (Strom, Gas, Wärme) aus regional erzeugten Erneuerbaren Energien welche gemeinschaftlich von und für bayerische Energiegenossenschaften entwickelt und vermarktet werden. Nach vordefinierten BEBay-Qualitätskriterien sollen bis Ende März dazu potentielle Partner für die Vertriebskooperation identifiziert werden.

“Die Verbraucher wollen heute auch wissen woher ihre Energie kommt. Beim Ökostrom fehlt meist die kontrollierte regionale Erzeugung und die Wertschöpfung in der Region. Beim bayerischen Bürgerenergie-Strom werden wir die Produktionskapazitäten unserer Bürgerenergie-Gesellschaften bündeln und unseren Strom gemeinsam vor Ort bis zum Endkunden vermarkten”, erläutern BEBay-Schatzmeister Oliver Eifertinger und BEBay-Vorstandsstellvertreter Dieter Emmerich das ambitionierte Vorhaben des Landesnetzwerkes.

Mit dem neuen Regionalstromangebot kann die regionale Energieerzeugung
trotz gesunkener oder sogar ohne EEG-Förderung auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Außerdem entsteht so bereits heute die Grundlage für die Zeit nach der Ökostromförderung.

Im Mai soll das Vermarktungssystem bereits den BEBay-Mitgliedern präsentiert werden. BEBay Mitglied kann jede Bürgerenergie-Gesellschaft in Bayern werden. Egal ob Energiegenossenschaften, Kommunen, Bürger oder Stadtwerke, welche sich in öffentlicher Hand befinden.

Article infoletter3

Aktuelle Fachinfos aus dem gesamten Spektrum der Bürgerenergie plus Hinweise auf Events und Veranstaltungen aller Art. Unser BEBay-Infoletter kommt mindestens einmal monatlich als pdf hier oder direkt in Ihre Mailbox.

Die aktuelle Ausgabe Nr. 3 "1.Hilfe KAGB " gibts hier zum Download.

Article energiedialog

Der Startschuss zum bayerischen Energiedialog erfolgte bereits am 3. November 2014. Das Landesnetzwerk Bürgerenergie Bayern wurde nun noch nachträglich vom bayerischen Wirtschaftsministerium als Dialogteilnehmer berufen.

“Gut dass sie sich bei uns gemeldet haben. Es gab ja bisher keinen gebündelten Ansprechpartner der Bürgerenergiegesellschaften in Bayern. Sie kommen uns wie gerufen”, so ein Ministeriumssprecher heute im Gespräch mit BEBay-Vorstandsvorsitzendem Markus Käser.

Käser nimmt als Vertreter des Netzwerkes bayerischer Bürgerenergiegesellschaften (Bürgerenergie Bayern e.V. - BEBay) nun an der Arbeitsgruppe zum Ausbaupotenzial der erneuerbaren Energien teil. Die folgenden Treffen sind dann in verschiedene Fachrichtungen aufgeteilt wozu BEBay vorraussichtlich weitere Fachkräfte aus dem Vorstand entsenden kann.

Der Energiedialog Bayern ist das neue Spitzengremium der Energiewende in Bayern. Mitglieder der Plattform sind Spitzenvertreter der Wirtschaft, der Netzbetreiber, der Kommunen, der Kirchen, der Gewerkschaften, der von Energiefragen berührten Ressorts der Bayerischen Staatsregierung und der großen gesellschaftlichen Gruppierungen.

Zum Start des Energiedialogs sind zudem Wissenschaftler, Bürgerinitiativen und weitere Gäste eingeladen. Den Vorsitz führt Bayerns Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner.

Article beg windrad meins

Im Jahr 2011 trägt Ministerpräsident Horst Seehofer dick auf und erklärt mit seiner Regierungserklärung Bayern zum “Land der Bürgerenergie”. Damals wollte er, dass alle im Freistaat von der Energiewende profitieren - nicht nur die Konzerne. Und er machte es pathetisch und deutete den Ausstieg Bayerns aus der Atomkraft als Teil eines neuen
Gesellschaftsvertrags für den Freistaat um. Zitat: “Ein schneller Ausstieg bis zum Jahr 2022 ist machbar, wirtschaftspolitisch vertretbar und ethisch geboten!”

Von dieser Botschaft hat sich die bayerische Staatsregierung mit der heutigen Änderung der bayerischen Bauordnung zu den Abstandsflächen von Windrädern (kurz 10 H) ebenso größtenteils verabschiedet, wie vom eigenen ebenso 2011 in Kraft gesetzen bayerischen Energiekonzept „Bayern innovativ“.

Und dies aller Expertenmeinungen zum Trotz.
Mit IHK, bayerischem Landkreistag, bayerischem Städtetag, bayerischem Gemeindetag, Bund Naturschutz, uvm. sind sich alle Experten einig: Die 10-H-Regel ist unnötig. Der Gesetzentwurf unausgereift! Viele Klagen werden die Folge sein. Einige Organisationen haben eine Verfassungbeschwerde angekündigt.

10 H ist eine Gesetzesänderung, welche nicht nur Wettbewerbsnachteile für private Investoren, lokale Bürgerenergie-Projekte und Genossenschaften mit sich bringt, sondern auch den weiteren Windkraftausbau in Bayern nahezu zum Erliegen bringen wird. Denn faktisch verbleibt in Bayern nach Schätzung noch 0,05 % der Landesfläche für den Bau von Windkraftanlagen. Die noch 2011 angestrebten 1500 Anlagen und einen Anteil der Windkraft von 10 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung bis 2021 rücken so in weite Ferne. Ohne Windkraft fehlt also eine wesentliche
Säule zur Umsetzung der Energiewende in Bayern.

Nicht zuletzt ist der Energiedialog des bayerischen Wirtschaftsministeriums damit ad absurdum geführt, da aufgrund der Einschränkungen für die Windkraft keine Ergebnisoffenheit mehr gegeben ist.

Wir erachten 10 H als überflüssigen politischen Aktionismus welcher zudem durch nicht ausreichenden Bestandsschutz für Bürgerenergieanlagen und durch zusätzliche oder erneute Konzentrationsflächenplanungen in den Kommunen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen wird.

"10H verschlechtert die Rahmenbedingungen für die Energiewende massiv. Die Folgen sind unerwünschte Alternativen in Form von z.B. Gaskraftwerken und ein zwangsläufig erweiterter Übertragungsnetzausbau. Zudem wurden mit einem weiteren Hindernis für die bayerische Windkraft zahlreiche Chancen für Bürgerenergieprojekte und damit für regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Klimaschutzfortschritte sehenden Auges
verspielt", erläutert Markus Käser das Fazit des Bürgerenergie Bayern e.V..

Einzig positiver Umstand der 10-H-Regel ist, dass eventuell energieaktive Kommunen in Kooperation mit
BEG gegenüber Heuschreckenivestoren den Vorteil der Regionalität besser ausnutzen können.

“Bürgerinnen und Bürger bedauern die erschwerten Bedingungen sehr. Sie werden sich die Wertschöpfung in Bayern und die Energiewende jedoch nicht kaputtmachen lassen und jetzt erst recht weiter für eine Energieversorgung in Bürgerhand arbeiten”, so Lisa Badum von der Initiative Rückenwind und Mitglied im BEBay Vorstand.

Erwin Huber (CSU) erwähnte im Rahmen der Anhörung zu 10 H im Wirtschaftsausschuss: "Der Atomausstieg ist irreversibel!" Wir bitten in diesem Sinne die Staatsregierung wieder auf ihren selbst gesetzen Kurs in Richtung „Bürgerenergieland und Energiewende“ zurückzukehren und nicht der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken den Weg zu bereiten!

DER Energieriese aus der Nachbarschaft

BÜRGERENERGIE KOMMT AUF EINEN FAST VIERMAL SO GROSSEN
ANTEIL DER ERNEUERBAREN ENERGIEN, WIE DIE GROSSEN ENERGIEVERSORGER

Mit Bürgerenergie bleibt die Wertschöpfung vor Ort!
Bürgerenergie bringt Profit für viele statt für wenige! Bürgerenergie ist der demokratische Motor der Energiewende!

Wir packen an, INFORMIEREN und VERNETZEN

WAS EINZELNE NICHT SCHAFFEN, SCHAFFEN WIR GEMEINSAM

Als unabhängige und zentrale Interessenvereinigung der bayerischen Bürgerenergie-Gesellschaften, unterstützen wir unsere Mitglieder beim Erhalt und der Verbesserung ihrer Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit und setzen uns für gerechte Rahmenbedingungen ein.
Hier unsere Satzung zum Download.

WIR FORDERN PERSPEKTIVE UND PLANUNGSSICHERHEIT

BÜRGERENERGIE BRAUCHT GERECHTE UND SICHERE RAHMENBEDINGUNGEN

Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene dürfen keine Nachteile für Bürgerenergie-Projekte mit sich bringen. Bürgern, Genossenschaften, Kommunen, kleineren Unternehmen muss es auch weiterhin noch möglich sein, Kraftwerke zu bauen und zu betreiben. Gesetze und Regelungen dürfen nicht vor allem die Interessen von Großinvestoren stärken!

Bavariastrom - Freiheit aus der Steckdose

Unterzeichnen Sie Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung – beziehen Sie Strom aus Bayern! Frei von staatlicher Förderung. Frei von Atom- und Kohlekonzernen. Erzeugt nach unserem Reinheitsgebot mit der Energie aus Sonne, Wind und Wasser – und sonst nix. Direkt aus bayerischen Bürgerkraftwerken in Ihre Steckdose. Jetzt exklusiv bei Ihrer Bürger-Energiegesellschaft vor Ort.

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WIR SIND FÜR SIE DA

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Vom optimalen Betrieb ihrer Genossenschaft bis hin zu neuen Geschäftsmodellen wie beispielsweise Direktvermarktung oder Wärmenetze - Sie profitieren von Beratung, Informationen, Veranstaltungen, Networking, Tools sowie unseren Kooperationspartnern und Projekten.
BEBay-Mitglieder erhalten wertvolle Vorteile!

GEMEINSAM MEHR ERREICHEN

OFFEN FÜR ALLE - UNSERE MITGLIEDER UND FÖRDERMITGLIEDER

Mitglied kann bei uns jede Bürgerenergie-Gesellschaft in Bayern werden. Energiegenossenschaften, Kommunen, Bürger oder Stadtwerke, welche sich in öffentlicher Hand befinden. Für alle anderen Akteure und Freunde der Bürgerenergie besteht die Möglichkeit der Fördermitgliedschaft.
Gleich hier unseren Aufnahmeantrag downloaden.

DIE STIMME DER BAYERISCHEN BÜRGERENERGIE

UNSERE VORSTANDSCHAFT - KOMPETENZ IN ALLEN DISZIPLINEN

Unsere Vorstände kommen aus jedem Regierungsbezirk in Bayern, sind so immer auch in Ihrer Nähe und kennen die regionalen und lokalen Besonderheiten. Mit Erfahrung aus der Praxis sind sie kompetenter Ansprechpartner für politische Endscheider auf Regional-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Videos rund um die Energiewende und Bürgerenergie

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85276 Pfaffenhofen
Tel.: 08441 8591-83
Fax.: 08441 8591-81
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